Chor Agama… Hintergrund

AGAMA bedeutet Chamäleon. Wir sind ein Chor, der für den Lobpreis Gottes singt, so wie es in TOGO, dem Land aus dem der Leiter – Komi Amefiohoun – stammt, Tradition ist…

TOGO heißt: Das Land jenseits vom Fluss. TOGO liegt in Westafrika und war ein Land des Friedens. Dieses Land gehörte lange Zeit niemandem, da es nach allen Himmelsrichtungen von Wasser eingegrenzt war. Im Westen, Norden und Osten von großen Flüssen und Seen. Im Süden vom Atlantik.   Es war damals schwierig in dieses Land zu gelangen. Nur Menschen mit Mut konnten die Wasser überwinden.

Es waren Menschen aller Volksstämme, die zwischen den Flüssen Frieden suchten und fanden. In der Kolonialzeit wurde TOGO von Europäern besetzt. Auch die Deutschen erhoben einige Jahrzehnte Anspruch auf dieses Land. Da TOGO so friedlich und abgeschieden war, bot es sich als idealen Handelsplatz dar. Es wurde Gold und Elfenbein gehandelt, jedoch keine Sklaven. Als Deutschland seine Kolonien verlor, übernahmen Frankreich und England diesen Landstrich und teilten ihn neu auf. Die westlichen Gebiete von TOGO wurden Ghana, die östlichen Benin und die nördlichen Burkina Faso zugeteilt. TOGO wurde französisch und wird heute von einem allein regierenden Machthaber beherrscht. Es gibt viele verschiedene Landessprachen, eine davon ist EWE. Die Amtssprache ist französisch.

Der spezielle Rhythmus und die Musik, die Komi Amefiohoun schreibt, und die wir mit unserem Chor AGAMA singen und tanzen, stammt aus vorkolonialer Zeit. Der Rhythmus ist traditionell afrikanisch, die Harmonien sind an die europäische Musik angelehnt.  Der Tanz und die Bewegungen sind wieder westafrikanisch geprägt. Der Text seiner Lieder ist als Lobpreis die gesungene Botschaft auf Basis der Bibel. Diese Musik wird bei christlichen Gottesdiensten in TOGO gesungen und getanzt, und erfreut sich großer Beliebtheit.

Komi hat seine Kompositionen auf dieser Tradition aufgebaut und weiterentwickelt. Er war in TOGO ein angesehener Musiker und musste aus politischen Gründen sein Land 2002 verlassen. Seine Familie konnte er etwas später auch nach Deutschland holen. Mittlerweile haben alle die deutsche Staatsangehörigkeit.

Wir haben sehr große Freude daran, diese Melodien in der Sprache EWE zu singen und nach Komi’s Choreographie zu tanzen. Bei unseren Auftritten tragen wir farbenfrohe afrikanische Kleider, die zum Teil von unserem Chormitglied, Colette Akossiwa gefertigt sind.

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